Buchtipp
Bewertung: 5 von 5 Punkten
Fazit:
Von den Geheimnissen großer Kochkunst und der Heilwirkung feiner Speisen.
Buchkritik von Martina Tschirner.
Den einen galt Alchemie als windige Goldmacherei. Den anderen als Geheimwissenschaft. Richtiger ist es, sie als Heilkunst und frühe Wissenschaft zu definieren. So sind zum Beispiel viele der etwa 500 Jahre alten Erkenntnisse von Paracelsus noch heute aktuell und nutzen unserer Gesundheit. Dass sie sogar in der Küche Anwendung finden, beweist dieses Buch.
Die Autoren Dr. Peter Schleicher und Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann lüften darin das Geheimnis hoher Kochkunst und zeigen, dass ein guter Koch auch Alchemist ist. Er veredelt die Produkte der Natur und verstärkt durch besondere Verfahren ihre Eigenart. Aromen und Düfte entfalten sich dabei nicht nur zu einem besonderen Geschmackserlebnis, sie entfalten ebenso ihre Heilkräfte.
Den Beweis dafür liefern die alchemistisch betrachteten Witzigmann-Rezepte, allesamt Rezepte der Extraklasse. So regen beispielsweise Muskatnuss und Pfefferminztee in einem Couscous Magen und Darm an, frische Minze hilft bei der Entgiftung der Leber und trennt gute Energie von schlechter Schlacke. Der innere Alchemist wird aktiviert.
Neben den Küchengeheimnissen des Starkochs bietet das Buch jede Menge interessanter geschichtlicher Informationen. Und es erklärt ausführlich, wie unser inneres Chemielabor funktioniert.
Meine Meinung: Sehr spannend zu lesen, wobei die Rezepte von Eckart Witzigmann auch ohne alchemistisches Vorwissen großen Appetit machen.
Details
- Titel
- Alchemie der Küche
- Seitenzahl
- 159
- Bindeart
- gebunden
- Erscheinungsjahr
- 2001
- Autoren
- Peter Schleicher
- Verlag
- Mosaik Verlag / München
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